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Liberté, Égalité, Fraternité – Unsere Website zur Französischen Revolution
1789 – Frankreich im Umbruch
Projekt-Website

Liberté, Égalité, Fraternité – Unsere Website zur Französischen Revolution

Von Amira K., Jonas B., Melisa T. und Paul R. (Gruppe 3)
Warum stürmen Menschen ein Gefängnis? Warum landet ein König unter der Guillotine? Und was hat das alles mit unseren Grundrechten heute zu tun? Auf dieser Website nehmen wir euch mit ins Frankreich des Jahres 1789. Wir erklären, warum die Menschen so wütend waren, was im Revolutionsjahr passiert ist und wie aus der Revolution zuerst große Hoffnung, dann Terror und am Ende Ideen wurden, die bis heute in unserem Grundgesetz stecken. Viel Spaß beim Durchklicken – am Ende findet ihr alle unsere Quellen.
Inhaltsverzeichnis

1. Ursachen: Ein Königreich in der Krise

Die Ständegesellschaft – ungerecht von Geburt an

Frankreich war vor 1789 in drei Stände geteilt. Der erste Stand (Klerus) und der zweite Stand (Adel) machten zusammen nur etwa 2 % der Bevölkerung aus, besaßen aber riesige Ländereien und mussten fast keine Steuern zahlen. Der dritte Stand – Bauern, Handwerker und Bürger, also 98 % der Menschen – trug fast alle Lasten allein. Egal wie fleißig oder klug jemand war: Wer im dritten Stand geboren wurde, blieb dort. Genau diese Ungerechtigkeit haben wir als wichtigste Ursache der Revolution herausgearbeitet.
Quelle: Buch · Cornelsen · „Forum Geschichte 8, Kapitel Absolutismus und Revolution"
„Der dritte Stand trägt die anderen" Klerus Adel Dritter Stand (98 %)
Unsere eigene Karikatur nach historischem Vorbild: Der dritte Stand trägt Klerus und Adel auf dem Rücken. · Quelle: Eigenes Werk (selbst erstellt) · Amira K.

Pleite, Hunger und neue Ideen

Dazu kam: Der Staat war durch teure Kriege und den Prunk von Versailles praktisch pleite. Missernten machten das Brot 1788/89 extrem teuer – viele Familien gaben über die Hälfte ihres Einkommens nur für Brot aus. Gleichzeitig verbreiteten Aufklärer wie Rousseau und Montesquieu die Idee, dass alle Menschen von Natur aus frei und gleich sind und Herrschaft vom Volk ausgehen soll. Hunger + Ungerechtigkeit + neue Ideen: eine explosive Mischung.
Quelle: Internetseite · Bundeszentrale für politische Bildung · „Französische Revolution" · bpb.de

2. 1789 – Das Jahr, das alles verändert

Vom Ballhausschwur zum Sturm auf die Bastille

Im Mai 1789 rief König Ludwig XVI. die Generalstände zusammen, weil er neue Steuern brauchte. Als der dritte Stand nicht mehr überstimmt werden wollte, erklärte er sich zur Nationalversammlung und schwor im Ballhaus, nicht auseinanderzugehen, bevor Frankreich eine Verfassung hat. Am 14. Juli 1789 stürmten die Menschen in Paris dann die Bastille. Uns hat überrascht: In der Festung saßen nur sieben Gefangene! Es ging gar nicht um die Befreiung – die Pariser suchten Waffen und Schießpulver, und die Bastille war das Symbol der königlichen Willkür.
Quelle: Buch · Klett · „Geschichte und Geschehen 8"
5. MaiGeneralstände 20. JuniBallhausschwur 14. JuliSturm auf die Bastille 26. Aug.Menschenrechte Okt.Zug nach Versailles Das Revolutionsjahr 1789 im Überblick
Unser Zeitstrahl zeigt die wichtigsten Ereignisse von 1789 auf einen Blick. · Quelle: Eigenes Werk (selbst erstellt) · Jonas B.

Warum der 14. Juli bis heute Feiertag ist

Der Sturm auf die Bastille war militärisch fast unbedeutend – aber als Zeichen unbezahlbar: Das Volk hatte gezeigt, dass es sich nicht mehr alles gefallen lässt. Deshalb ist der 14. Juli bis heute der französische Nationalfeiertag, ungefähr so wichtig wie bei uns der 3. Oktober.
Quelle: Internetseite · Planet Wissen · „Französische Revolution" · planet-wissen.de

3. Die Erklärung der Menschenrechte

„Die Menschen werden frei und gleich an Rechten geboren"

Am 26. August 1789 beschloss die Nationalversammlung die „Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte". Artikel 1 beginnt mit dem berühmten Satz: „Die Menschen werden frei und gleich an Rechten geboren und bleiben es." Weitere Artikel garantieren Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Eigentum und Schutz vor willkürlicher Verhaftung. Für 1789 war das eine Weltsensation – zum ersten Mal in Europa galten Rechte nicht wegen der Herkunft, sondern weil man Mensch ist. Wir haben die Erklärung mit unserem Grundgesetz verglichen: Artikel 1 GG („Die Würde des Menschen ist unantastbar") und Artikel 3 GG (Gleichheit vor dem Gesetz) greifen genau diese Ideen auf. Ohne 1789 sähe unser Grundgesetz anders aus.
Quelle: Internetseite · Bundeszentrale für politische Bildung · „Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte" · bpb.de

Und die Frauen? Olympe de Gouges

Uns ist aufgefallen: In der Erklärung von 1789 kommen Frauen nicht vor. Die Schriftstellerin Olympe de Gouges schrieb deshalb 1791 eine eigene „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin" – Artikel 1: „Die Frau wird frei geboren und bleibt dem Manne gleich an Rechten." Dafür wurde sie 1793 hingerichtet. Ihr Mut zeigt für uns, dass die Revolution zwar von Gleichheit sprach, sie aber längst nicht für alle umsetzte. (Diesen Absatz haben wir mit einem KI-Assistenten überarbeitet und die Fakten im Schulbuch nachgeprüft.)
Quelle: KI-Werkzeug · Kopernikus-KI · „Textüberarbeitung, Fakten selbst geprüft" – sowie Buch · Cornelsen · „Forum Geschichte 8"

4. Von der Republik zur Terrorherrschaft

Der König unter der Guillotine

1792 wurde Frankreich Republik, im Januar 1793 wurde Ludwig XVI. wegen Hochverrats hingerichtet. Europa war geschockt: Ein Volk richtet seinen eigenen König hin! Fast alle Nachbarländer erklärten Frankreich den Krieg. Im Inneren übernahmen die radikalen Jakobiner um Maximilien Robespierre die Macht.
Quelle: Buch · Klett · „Geschichte und Geschehen 8"

La Terreur – wenn die Revolution ihre Kinder frisst

1793/94 herrschte der „Terror": Wer als Feind der Revolution galt, konnte ohne fairen Prozess verurteilt werden. Schätzungen sprechen von über 16.000 offiziellen Hinrichtungen durch die Guillotine, dazu Zehntausende Tote in Gefängnissen und Aufständen. Am Ende traf es Robespierre selbst – im Juli 1794 wurde er hingerichtet. In unserer Gruppendiskussion haben wir lange darüber gestritten, ob die Revolution damit „gescheitert" ist. Unser Ergebnis: Die Ideen von 1789 haben den Terror überlebt – aber der Terror zeigt, wie schnell aus Freiheitskämpfern Unterdrücker werden können.
Quelle: Interview/Befragung · Hr. Jarius · „Nachfrage im Unterricht zur Einordnung der Opferzahlen"
Wer hat die Macht? 1789–1799 Konstitutionelle Monarchie1789–1792 Republik &Terror1792–1794 Direktorium1795–1799 Napoleonab 1799 In nur zehn Jahren wechselte Frankreich viermal die Herrschaftsform.
Unser Schaubild: Die Herrschaftsformen zwischen 1789 und 1799. · Quelle: Eigenes Werk (selbst erstellt) · Melisa T.

5. Napoleon und das Erbe der Revolution

Vom General zum Kaiser

1799 putschte sich der junge, erfolgreiche General Napoleon Bonaparte an die Macht, 1804 krönte er sich selbst zum Kaiser. Klingt wie das Ende der Revolution – aber so einfach ist es nicht: Napoleon behielt viele ihrer Errungenschaften bei. Sein Gesetzbuch, der Code Civil, verankerte Gleichheit vor dem Gesetz, Eigentum und Vertragsfreiheit und wurde zum Vorbild für halb Europa.
Quelle: Internetseite · LeMO (Deutsches Historisches Museum) · „Napoleon Bonaparte" · dhm.de/lemo

Was bleibt: unser Fazit

Drei Dinge nehmen wir aus dem Projekt mit: 1. Menschenrechte und Volkssouveränität sind seit 1789 nicht mehr aus der Welt zu bekommen – sie stecken heute in unserem Grundgesetz und in der UN-Menschenrechtserklärung. 2. Revolutionen können kippen: Aus dem Ruf nach Freiheit wurde zeitweise Terror. Demokratie braucht deshalb Regeln, die auch für die Sieger gelten. 3. Symbole wirken: Trikolore, Marseillaise und der 14. Juli zeigen, wie stark Bilder und Feiertage eine Idee lebendig halten. Am meisten diskutiert haben wir über die Frage, ob Gewalt für Freiheit jemals gerechtfertigt sein kann – eine Frage, die uns auch nach dem Projekt weiter beschäftigt.
Quelle: Eigenes Werk (selbst erstellt)
1789 → heute: Ideen, die geblieben sind „Frei und gleich an Rechten geboren" Art. 1 + 3 Grundgesetz Volkssouveränität Wahlen & Parlament (Art. 20 GG) Gewaltenteilung (Montesquieu) Bundestag – Regierung – Gerichte
Unser Vergleich: Ideen von 1789 und wo sie heute im Grundgesetz stehen. · Quelle: Eigenes Werk (selbst erstellt) · Paul R.

Quellenverzeichnis

Buch · Cornelsen · „Forum Geschichte 8, Kapitel Absolutismus und Revolution" – verwendet in „Ursachen: Ein Königreich in der Krise"
Eigenes Werk (selbst erstellt) – verwendet in „Ursachen: Ein Königreich in der Krise" (Bild)
Internetseite · Bundeszentrale für politische Bildung · „Französische Revolution" · bpb.de – verwendet in „Ursachen: Ein Königreich in der Krise"
Buch · Klett · „Geschichte und Geschehen 8" – verwendet in „1789 – Das Jahr, das alles verändert"
Eigenes Werk (selbst erstellt) – verwendet in „1789 – Das Jahr, das alles verändert" (Bild)
Internetseite · Planet Wissen · „Französische Revolution" · planet-wissen.de – verwendet in „1789 – Das Jahr, das alles verändert"
Internetseite · Bundeszentrale für politische Bildung · „Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte" · bpb.de – verwendet in „Die Erklärung der Menschenrechte"
KI-Werkzeug · Kopernikus-KI · „Textüberarbeitung, Fakten selbst geprüft" – verwendet in „Die Erklärung der Menschenrechte"
Interview/Befragung · Hr. Jarius · „Nachfrage im Unterricht zur Einordnung der Opferzahlen" – verwendet in „Von der Republik zur Terrorherrschaft"
Eigenes Werk (selbst erstellt) – verwendet in „Von der Republik zur Terrorherrschaft" (Bild)
Internetseite · LeMO (Deutsches Historisches Museum) · „Napoleon Bonaparte" · dhm.de/lemo – verwendet in „Napoleon und das Erbe der Revolution"